EZB Sitzungen Pressekonferenzen 2019 – Notenbank Sitzungstermine

EZB Terminvorschau Sitzungen

EZB Pressekonferenzen nach Sitzungen mit geldpolitischen EntscheidungenDie Sitzungen der großen Notenbanken, wie die der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank, bekommen an den Finanzmärkten global höchste Aufmerksamkeit. Die geldpolitischen Entscheidungen bewegen die Aktien-, Anleihe und Devisenkurse.
Hier finden Sie die EZB Sitzungstermine 2019 mit und ohne anschließender Pressekonferenz. Insbesondere Letztere finden eine sehr große mediale Aufmerksamkeit wegen der Fragestunde, bei der der EZB Präsident Journalisten Rede und Antwort steht. Die Finanzmärkte legen dabei jedes Wort auf die Goldwaage und kleine Abweichungen gegenüber vorangegangenen Statements zu Leitzinserhöhungen, Anleiheankäufen, Inflationserwartung haben Auswirkungen am Markt.

Pressekonferenz Ablauf

Bei der EZB ist es üblich, die Ergebnisse der ein oder zweitägigen Sitzung mit Pressekonferenz schriftlich in Kurzform zwischen 13:30 Uhr und 14:00 Uhr zu veröffentlichen. Gegen 14:30 Uhr beantwortet Mario Draghi Fragen aus dem Auditorium. Meistens reagieren die Finanzmärkte erst auf die Antworten des EZB Präsidenten in der Fragestunde.

EZB Sitzungen 2019

Hier sind die Sitzungstermine angegeben. Die Europäische Notenbank tagt, entgegen den Gepflogenheiten in den Vorjahren, fast ausschließlich im Headquarter in Frankfurt.

Datum Art der Sitzung Ort
24.01.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz Frankfurt
06.02.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
20.02.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
07.03.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz Frankfurt
20.03.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
21.03.2019 EZB-Ratssitzung Frankfurt
10.04.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz Frankfurt
08.05.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
22.05.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
06.06.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz extern
26.06.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
27.06.2019 EZB-Ratssitzung Frankfurt
10.07.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
25.07.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz Frankfurt
07.08.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
12.09.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz Frankfurt
25.09.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
26.09.2019 EZB-Ratssitzung Frankfurt
09.10.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
24.10.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz Frankfurt
06.11.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
20.11.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
04.12.2019 Sitzung ohne geldpolitischen Bezug Frankfurt
05.12.2019 EZB-Ratssitzung Frankfurt
12.12.2019 geldpolitische Sitzung mit Pressekonferenz Frankfurt

Quelle: EZB Meetings 2019

Neben den Finanzmärkten sind die EZB Meetings besonders für die Mitgliedsländer der EU wichtig. Mit Ausnahme von Schweden und Dänemark und bis zum Brexit auch Großbritannien können die Notenbanken der Länder keine zinspolitischen Entscheidungen treffen. Die Geldpolitik der EZB bestimmt für alle Mitgliedsländer der Währungsunion die Zinsen. Abwertung der „eigenen Währung“, wie noch vor 20 Jahren beispielsweise der Lire oder der Drachme sind heute nicht mehr möglich.

EZB Sitzungen 2020

Aktuell hat die Europäische Zentralbank noch keine verbindlichen Termine für die Sitzungsperiode in 2020 veröffentlicht. Die erste geldpolitisch relevante Sitzung wird vermutlich bereits am 23. Januar 2020 Jahres stattfinden. Dieser Termin kann, genau wie die der weiteren EZB Ratssitzungen, über den bereits publizierten, unverbindliche Kalender für die regulären Tenderoperationen und die Mindestreserve-Erfüllungsperioden des Eurosystems im Jahr 2020 abgeleitet werden. Danach finden die EZB Sitzungen mit anschließender Pressekonferenz 2020 an diesen Tagen statt:

23.01.2020
12.03.2020
30.04.2020
04.06.2020
16.07.2020
10.09.2020
29.10.2020
10.12.2020

Wir werden Ihnen hier im Dezember sämtliche Pressekonferenzen für das kommende Jahr präsentieren.

2018

10.01.2018
25.01.2018 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
07.02.2018
21.02.2018
08.03.2018 Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
21.03.2018
22.03.2018
11.04.2018
26.04.2018 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
02.05.2018
16.05.2018
14.06.2018 geldpolitische Sitzung der EZB (extern) mit Pressekonferenz
27.06.2018
28.06.2018
11.07.2018
26.07.2018 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
01.08.2018
13.09.2018 Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
26.09.2018
27.09.2018
10.10.2018
25.10.2018 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
07.11.2018
21.11.2018
05.12.2018
06.12.2018
13.12.2018 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz

Quelle: EZB 2017

2017

11.01.2017
19.01.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
01.02.2017
15.02.2017
09.03.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
22.03.2017
05.04.2017
27.04.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
03.05.2017
17.05.2017
08.06.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Tallin mit Pressekonferenz
21.06.2017
22.06.2017
05.07.2017
20.07.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
02.08.2017
07.09.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
20.09.2017
21.09.2017
04.10.2017
26.10.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
08.11.2017
22.11.2017
06.12.2017
07.12.2017
14.12.2017 geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz

2016

Überblick der geldpolitischen Sitzungen der Europäischen Zentralbank mit anschließender Pressekonferenz in 2016

21.01.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
10.03.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
21.04.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
02.06.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Wien mit Pressekonferenz
21.07.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
08.09.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
20.10.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz
08.12.2016 geldpolitischen Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz

Quelle: EZB

 

Info

EZB Weekly schedule of public speaking engagements and other activities

 

Die Pressetermine weiterer Notenbanken finden Sie hier

Notenbanksitzungen Norwegen

FED Sitzungen mit Zinsentscheid

Pressemitteilungen

12.09.2019 Geldpolitische Beschlüsse:

Quelle: Youtube.com

Zinsen: Die EZB verändert die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte („Leitzins“) und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität nicht. Dagegen wird der Zinssatz für die Einlagefazilität um -0,10% auf -0,50 % vermindert.

Anleiheankaufprogramm: Das (Asset Purchase Programme – APP) wird wieder aufgenommen: Ab dem 1. November 2019 werden monatlich Anleihen im Volumen von 20 Mrd. Euro von der Europäischen Zentralbank angekauft.

24.01.2019 Mario Draghi äußert sich u. a. zu einer potentiellen Anhebung der Leitzinsen (Quelle: EZB, Pressemitteilung 24.01.2019)
Pressemitteilung auf Youtube

„Aufgrund unserer regelmäßigen wirtschaftlichen und monetären Analysen haben wir beschlossen, die Leitzinsen der EZB unverändert zu lassen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass sie mindestens bis zum Sommer 2019 auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben werden, und auf jeden Fall so lange wie nötig, um eine anhaltende Angleichung der Inflation an ein Niveau zu gewährleisten, das unter 2% liegt mittelfristig.“

„Im Hinblick auf nicht standardmäßige geldpolitische Maßnahmen beabsichtigen wir, die Hauptzahlungen aus fällig werdenden Wertpapieren, die im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten erworben wurden, über einen längeren Zeitraum nach dem Datum, an dem wir die Leitzinsen der EZB anheben, vollständig zu reinvestieren in jedem Fall so lange, wie dies zur Aufrechterhaltung günstiger Liquiditätsbedingungen und ausreichender monetärer Vorkehrungen erforderlich ist.“

„Die eingehenden Informationen waren aufgrund der schwächeren Auslandsnachfrage und einiger landes- und sektorspezifischer Faktoren weiterhin schwächer als erwartet. Die anhaltenden Unsicherheiten insbesondere in Bezug auf geopolitische Faktoren und die Gefahr des Protektionismus belasten die wirtschaftliche Stimmung. Gleichzeitig stützen die günstigen Finanzierungsbedingungen, die günstige Arbeitsmarktdynamik und das steigende Lohnwachstum die Expansion des Euroraums und den allmählich steigenden Inflationsdruck. Dies unterstützt unser Vertrauen in die anhaltende Konvergenz der Inflation auf ein Niveau, das mittelfristig unter, aber nahe bei 2% liegt. Signifikante geldpolitische Impulse sind nach wie vor von wesentlicher Bedeutung, um den weiteren Anstieg des inländischen Preisdrucks und die Inflationsentwicklung auf mittlere Sicht zu unterstützen. Dies wird durch unsere Forward Guidance zu den Leitzinsen der EZB gegeben, verstärkt durch die Wiederanlage des beträchtlichen Bestands an erworbenen Vermögenswerten. In jedem Fall ist der EZB-Rat bereit, alle seine Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation dauerhaft auf das Inflationsziel des EZB-Rates hin bewegt.“

„Was die monetäre Analyse angeht, so schwächte sich das Wachstum des breiten Geldes (M3) im November 2018 auf 3,7% ab, nach 3,9% im Oktober. Das M3-Wachstum wird weiterhin durch die Schaffung von Bankkrediten gestützt. Das enge monetäre Aggregat M1 leistete weiterhin den Hauptbeitrag zu einem breiten Geldwachstum.

Die Jahreswachstumsrate der Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften lag im November 2018 bei 4,0% nach 3,9% im Oktober, während die Jahreswachstumsrate der Kredite an private Haushalte im Wesentlichen unverändert bei 3,3% blieb. Die Umfrage zum Bankkredit im Euro-Währungsgebiet für das vierte Quartal 2018 deutet darauf hin, dass die Bedingungen für Bankkredite nach einer längeren Phase der Netto-Lockerung weiterhin günstig waren und die Nachfrage nach Bankkrediten weiter anstieg, wodurch das Kreditwachstum gestützt wurde.

Die seit Juni 2014 eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen werden die Kreditbedingungen für Unternehmen und private Haushalte, den Zugang zu Finanzmitteln – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen – sowie die Kreditströme im gesamten Euro-Währungsgebiet weiterhin erheblich verbessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Gegenprüfung der Ergebnisse der wirtschaftlichen Analyse mit den Signalen der monetären Analyse ergab, dass nach wie vor ein ausreichendes Maß an geldpolitischen Vorkehrungen für die anhaltende Angleichung der Inflation an ein unter, aber nahe anliegendes Niveau erforderlich ist Mittelfristig 2%.

Um den vollen Nutzen aus unseren geldpolitischen Maßnahmen ziehen zu können, müssen andere Politikbereiche entscheidender dazu beitragen, das längerfristige Wachstumspotenzial zu erhöhen und Anfälligkeiten zu verringern. Die Umsetzung der Strukturreformen in den Ländern des Euro-Währungsgebiets muss erheblich beschleunigt werden, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, die strukturelle Arbeitslosigkeit abzubauen und die Produktivität und das Wachstumspotenzial des Euro-Währungsgebiets zu steigern. In Bezug auf die Steuerpolitik bekräftigt der EZB-Rat die Notwendigkeit eines Wiederaufbaus von Steuerpuffern. Dies ist besonders wichtig in Ländern, in denen die Staatsverschuldung hoch ist und die vollständige Einhaltung des Stabilitäts- und Wachstumspakts für die Sicherung solider Haushaltspositionen von entscheidender Bedeutung ist. Ebenso bleibt die transparente und konsequente Umsetzung des EU-Rahmens für die Fiskalpolitik und die wirtschaftspolitische Steuerung über die Zeit und in allen Ländern von wesentlicher Bedeutung, um die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft des Euro-Währungsgebiets zu stärken. Die Verbesserung der Funktionsweise der Wirtschafts- und Währungsunion hat nach wie vor Priorität. Der EZB-Rat begrüßt die laufenden Arbeiten und fordert weitere konkrete und entscheidende Schritte zur Vollendung der Bankenunion und der Kapitalmarktunion.

Lassen Sie mich nun unsere Einschätzung anhand der wirtschaftlichen Analyse näher erläutern. Das reale BIP der Eurozone stieg im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorquartal um 0,2%, nach einem Wachstum von 0,4% in den beiden vorangegangenen Quartalen. Die eingehenden Daten waren aufgrund einer Abschwächung der Auslandsnachfrage, die durch einige länderspezifische und branchenspezifische Faktoren verstärkt wurde, weiterhin schwächer als erwartet. Während der Einfluss einiger dieser Faktoren voraussichtlich nachlassen wird, dürfte das kurzfristige Wachstumstempo schwächer ausfallen als bisher angenommen. Mit Blick auf die Zukunft wird die Expansion des Euro-Währungsgebiets weiterhin von günstigen Finanzierungsbedingungen, weiteren Beschäftigungszuwächsen und steigenden Löhnen, niedrigeren Energiepreisen und der – wenn auch etwas langsamer – anhaltenden Expansion der globalen Aktivität unterstützt.

Die Risiken für die Wachstumsaussichten des Euroraums sind aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten aufgrund geopolitischer Faktoren und der Gefahr von Protektionismus, Anfälligkeiten in Schwellenländern und der Volatilität der Finanzmärkte nach unten gerückt.

Die jährliche Teuerungsrate nach dem HVPI im Euro-Währungsgebiet sank von 1,9% im November auf 1,6% im Dezember 2018, was hauptsächlich auf eine niedrigere Energiepreisinflation zurückzuführen ist. Auf der Grundlage der aktuellen Terminpreise für Erdöl dürfte die Gesamtinflation in den kommenden Monaten weiter sinken. Die zugrunde liegenden Inflationsmaßnahmen bleiben im Allgemeinen verhalten, aber der Druck auf die Arbeitskosten wird angesichts der hohen Kapazitätsauslastung und der Einengung der Arbeitsmärkte weiter gestärkt und ausgeweitet. Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass die zugrunde liegende Inflation mittelfristig ansteigen wird, gestützt durch unsere geldpolitischen Maßnahmen, die anhaltende wirtschaftliche Expansion und das steigende Lohnwachstum.“

Übersetzt aus dem Englischen mit Google Translater