Rubel Euro Umrechner – EUR in RUB umrechnen kostenlos

Rubel in Euro - Der aktuelle RUB EUR WährungsrechnerSie benötigen den tagesaktuellen Rubelkurs für einen Einkauf auf einer Reise in Russland? Sie suchen nach Kursen für eine Anlage in der russischen Währung auf einem Devisenkonto? Unser Rubel Euro Währungsrechner und die übersichtliche Umrechnungstabelle liefern Ihnen die gewünschten Informationen.

RUB EUR Währungsrechner

Mit unserem kostenlosen Währungsrechner können schnell Beträge zwischen den beiden Währungen hin und her gerechnet werden.

 

Euro in Russische Rubel:
EUR   =   RUB    

Russische Rubel in Euro:
RUB   =   EUR    

 

kostenlose Fremdwährungskonten Angebote

Egal ob die Kurse für die Steuer von Firmen und Selbstständigen benötigt werden, oder ob Privatpersonen für eine Fremdwährungsanlage, einen Einkauf im Internet oder einer Reise Rubel Wechselkurse gebraucht werden, der Umrechner liefert die entsprechenden Beträge sofort. Einfach den gewünschten Betrag in das Feld eingeben und auf „Berechnen“ klicken. Der Kurs ist tagesaktuell und entspricht dem von der EZB offiziell publizierten Referenzkurs EUR RUB.

Umrechnungstabelle Euro in Rubel und umgekehrt

Die Währungstabelle liefert den Wert für die gängigen Rubel und Euro Banknoten auf einen Blick. Eine Umrechnungstabelle ist insbesondere beim Einkauf vor Ort oder beim Shoppen im Internet hilfreich um beispielsweise den Betrag von 1 Euro in Rubel oder 1 Rubel in Euro zu kennen. Die Übersicht listet die Beträge für 1 Rubel, 5 Rubel, 10 Rubel über 100 Rubel, 1000 Rubel bis 5000 Rubel.

1 EUR = 71,14 RUB  1 RUB = 0,01 EUR
5 EUR = 355,69 RUB5 RUB = 0,07 EUR
10 EUR = 711,37 RUB10 RUB = 0,14 EUR
25 EUR = 1778,43 RUB25 RUB = 0,35 EUR
50 EUR = 3556,86 RUB50 RUB = 0,70 EUR
100 EUR = 7113,71 RUB100 RUB = 1,41 EUR
250 EUR = 17784,28 RUB250 RUB = 3,51 EUR
500 EUR = 35568,55 RUB500 RUB = 7,03 EUR
1000 EUR = 71137,10 RUB1000 RUB = 14,06 EUR
5000 EUR = 355685,50 RUB5000 RUB = 70,29 EUR

Aktueller Rubel Euro Kurs

Hier finden Sie den tagesaktuellen RUB Kurs. Die Angabe entspricht dem von der EZB veröffentlichten Referenzkurs. Die Kursstellung erfolgt täglich kurz nach 16:00 Uhr.

1 EUR = 71,1371 RUB
1 RUB = 0,0141EUR

 

Entwicklung des Rubelkurs – Chart

Wie hat sich der Rubelkurs in den letzten 10 Jahren entwickelt? Der Zeitverlauf für das Währungspaar RUB EUR ist in der Abbildung 1 angegeben.

Entwicklung des Rubelkurs 2005 - 2019

Abb. 1: Rubelkursentwicklung von 2005 – 2019. Quelle: EZB

 

Durch die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland (wegen der Krimkrise), hat der Rubel in 2014 stark abgewertet. In der Spitze stieg der Kurs kurzfristig auf über 90. Mit wieder steigendem Ölpreis erfolgte anschliessend auch eine Rekonvaleszenz des Rubelkurses bis in den Sommer 2015. Durch den erneuten, drastischen Einbruch bei den Ölpreisen im Juli/August 2015 wertete auch der stark vom Erdöl- und anderen Rohstoffpreisen abhängige RUB wieder stark ab. Dann wertete der Rubel bis April 2017 stark auf. Seither kann der Euro kontinuierlich gegenüber dem Rubel zulegen.

Rubel Prognose 2019

Wie geht es mit der russischen Währung weiter? Wie aus der Abbildung 1 zu sehen ist, variierte der Kurs seit August 2014 bis heute sehr stark. Nach einer Kurserholung im April 2015 mit Kursen um die 55, nachdem der Kurs bereits im Dezember 2014 bei über 90 lag, wertet der Rubel seit Mai zum Euro wieder ab. Die Abwertung geht mit einem Rückgang des Ölpreises einher. Da die russische Wirtschaft Russland stark vom Ölpreis abhängt, ist eine Rubel Prognose immer auch eine Frage der zukünftigen Ölpreisentwicklung. Mit sinkendem Ölpreis hat der Rubel Anfang 2019 kein Aufwärtspotential.

Die Danske Bank rechnet in ihrer Dezember 2018 Prognose mit einem USD RUB Kurs im Juni 2019 von 73.80 und im Dezember 2019 von 75.10

Die OECD erwartet diesen Dollar Rubel Kurs:

2019 2020
65.591 65.591

Geldpolitik der russischen Notenbank

Der Rubelkurs wird seit dem Embargo der EU durch eine aktive Geld- und Leitzinspolitik der Russischen Notenbank stabilisiert. Dazu hat die Bank Rossii (in russisch Банк России) mehfach kurzfristig die Leitzinsen angehoben und wieder gesenkt.

Russland oder die Russische Föderation, wie das Land gemäß der eigenen Verfassung auch genannt wird, hat den Rubel zu seiner Landeswährung erklärt. Bis zum Jahr 1998 lautete der ISO-Code 4217 für den russischen Rubel RUR. Nach einer neuen Bewertung der Währung wurde der internationale Währungscode auf RUB geändert. 100 Kopeken stellen die Untereinheit für einen russischen Rubel dar. Das offizielle Währungszeichen für den russischen Rubel lautet seit dem Jahr 2013 . Inoffiziell wird die Währung auch mit р. (dem russischen Buchstaben für „r“) oder руб abgekürzt.

Die Geschichte des russischen Rubels

Bis zum 14. Jahrhundert wurden in Russland Barren aus Edelmetallen zum Bezahlen eingesetzt. Im Jahr 1321 trat der russische Rubel erstmals in Erscheinung. Es handelte sich um kleine Stücke, die von einem Silberbarren abgeschlagen wurden, um geringe Beträge zu bezahlen. Der Begriff „Rubl“ steht für ein abgehauenes Stück. Kurze Zeit später wurden aus den abgeschlagenen Silberstücken Münzen geformt, wobei im Zuge der Münzreform im Jahr 1534 die erste Kopekenmünze entstand. Der Name der Münze leitet sich von dem russischen Wort Kopje (Копьё) für Speer ab, da auf einer Silbermünze der Heilige Georg als Reiter mit einem Speer in der Hand abgebildet war. Der russische Rubel durchlief im Laufe der Jahrhunderte mehrere Währungsreformen und Neugestaltungen der Münzen und der ab dem Jahr 1768 gedruckten Banknoten.

Schon unter Katharina II. von Russland (Katharina die Große) durfte ausschließlich der russische Staat Banknoten herausgeben. Heute ist die Zentralbank der Russischen Föderation, Bank Rossii mit Geschäftssitz in Moskau, für den Druck der russischen Banknoten zuständig. Während der Rubel die Landeswährung in allen Mitgliedsländern der früheren Sowjetunion darstellte, entschieden sich die Länder nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems bis auf wenige Ausnahmen für eigene Währungen. Zu den Ausnahmen zählen Weißrussland sowie die international nicht als unabhängig anerkannten Länder Südossetien, Abchasien sowie die Transnistrische Moldawische Republik.

Banknoten und Umlaufmünzen in Russland

Rubel Banknote und Münze Die derzeit gültigen Geldscheine des russischen Rubels sind zum Teil seit dem Jahr 1997 im Umlauf. In den Jahren 2001 und 2004 kamen weitere Neuauflagen hinzu, bei denen die am häufigsten genutzten Scheine im Wert von 5,00 RUB und 10,00 RUB durch Münzen im gleichen Wert ersetzt wurden. Der Neudruck der beliebtesten Rubel-Geldscheine wurde zu teuer, sodass sie gegen langlebige Münzen ausgetauscht werden. Die Banknoten sind weiterhin gültig, sie werden aber nach und nach aus dem Verkehr gezogen und vernichtet. Aus diesem Grund haben aktuell die folgenden Banknoten des russischen Rubels Gültigkeit:

  • 5 Rubel
  • 10 Rubel
  • 50 Rubel
  • 100 Rubel
  • 500 Rubel
  • 1000 Rubel
  • 5000 Rubel

Obwohl die Geldscheine des russischen Rubels einige Sicherheitsmerkmale aufweisen, werden sie im Vergleich zu anderen Währungen, wie zum Beispiel dem Euro oder dem Schweizer Franken, häufiger gefälscht. Die Fälschungen betreffen vor allem die Banknoten im Wert von 100,00 RUB, 500,00 RUB und 1.000,00 RUB und sind zum Teil schwer zu erkennen. Ausländische Besucher sollten daher die Geldscheine, die sie als Rückgeld beim Bezahlen in Geschäften oder Restaurants erhalten, genau prüfen.

Russische Münzen sind in folgenden Stückelungen erhältlich:

  • 1 Kopeke
  • 5 Kopeken
  • 10 Kopeken
  • 50 Kopeken
  • 1 Rubel
  • 2 Rubel
  • 5 Rubel
  • 10 Rubel

Bei den russischen Münzen werden die Stücke mit den Werten 1 Kopeke und 5 Kopeken seit dem Jahr 2008 nicht mehr geprägt, weil ihre Herstellungskosten den Wert der Gebrauchsmünzen weit übersteigen. Es befinden sich jedoch weiterhin 1-Rubel-Münzen und 5-Rubel-Münzen im Umlauf, die gültig sind. Sie werden aber, wie die wertlosen Banknoten, nach und nach aus dem Verkehr gezogen und vernichtet. Die Preise in Russland werden wegen der Abschaffung der „kleinen“ Münzen auf 10 Kopeken oder 50 Kopeken aufgerundet beziehungsweise abgerundet.

Tipps für Urlauber und Geschäftsreisende

Auf seiner Homepage unter www.auswaertiges-amt.de/Laenderinformationen/RussischeFoederation gibt das Auswärtige Amt Ratschläge für Reisende nach Russland. Hier erfahren Urlauber und Geschäftsreisende, dass sie Beträge bis zu umgerechnet 10.000 USD ohne Zollanmeldung einführen und ausführen dürfen. Das Auswärtige Amt rät dazu, Bargeld in den Währungen Euro oder US-Dollar in kleinen Stückelungen mitzunehmen und immer nur geringe Beträge in russische Rubel umzutauschen. Dadurch umgehen Reisende Wechselkursschwankungen, die die russische Währung treffen können. Das zeigen die Erfahrungen seit dem Jahr 2014, als der russische Rubel im Laufe des Jahres stark an Wert verloren hat. Im ersten Quartal 2015 hat sich der Kurs der russischen Währung wieder deutlich erhöht und der Rubel wurde weltweit als die Währung mit der besten Kursentwicklung gewertet. Der Währungstausch in Russland sollte ausschließlich in offiziellen Wechselstuben oder bei autorisierten Kreditinstituten erfolgen.

Kreditkarten werden in den größeren Städten ebenfalls zum Bezahlen akzeptiert. Der Transfer von Bargeld von Deutschland nach Russland ist über die Anbieter Western Union und MoneyGram möglich. Viele Banken zahlen an ihren Schaltern auch Bargeld in Euro oder in US-Dollar statt in russischen Rubeln aus. Bei Abhebungen an Geldautomaten sollten Urlauber auf Manipulationen an den Geräten achten, die die Daten der eingegebenen Karte sowie die Geheimnummer kopieren. Sonst kann es zu unberechtigten Verfügungen über das Konto des Karteninhabers kommen.

Der Ölpreis bewegt(e) den Rubelkurs

Bis vor einigen Jahren war der Rubelkurs und damit auch die Wirtschaft des Landes sehr stark vom Ölpreis abhängig. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) überschrieb beispielsweise eine Analyse mit „Der Rubel zwischen Hammer und Amboss: Der Einfluss von Ölpreisen und Wirtschaftssanktionen“.

Der Spiegel Online schrieb im September 2015: Ölpreistief in Russland: Der Rubel wird zur Gummi-Währung. Keine Währung schwankt so stark wie der russische Rubel: Mal wertet er rapide auf, dann rast er in die Tiefe, immer im Sog des Ölpreises.

Diese Korrelation besteht nach Meinung mehrerer Institutionen inzwischen nicht mehr.

Der Thinktank der Bank of Finnland für Russland, Bank of Finland Institute for Economies in Transition (BOFIT) schreibt in seiner Prognose vom 4. Januar 2019 über Russland: “Die wichtigsten Prognosen für das russische BIP-Wachstum in diesem Jahr liegen bei 1,5% pro Jahr. Das niedrige Wachstumstempo entspricht in etwa dem realisierten Wachstum in den Jahren 2017 und 2018.

Die Prognosen unterscheiden sich in ihren Annahmen über Änderungen der globalen Ölpreise vom letzten Jahr (in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 betrug der Brent-Ölpreis durchschnittlich rund 72 Dollar pro Barrel). Mehrere Prognosen stellen fest, dass die Empfindlichkeit des russischen BIP-Wachstums gegenüber den Ölpreisen seit der Verabschiedung der neuen Steuerregel und der Schwankung des Wechselkurses des Rubels nachgelassen hat. Die Empfindlichkeit gegenüber den Ölpreisen bleibt jedoch bestehen. Die Steuerregel begrenzt die Haushaltsausgaben hauptsächlich durch die Annahme einer niedrigen Ölpreisannahme.

Es wird erwartet, dass sich die Erholung der privaten Haushalte mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Beginn dieses Jahres verlangsamen wird. Das Wachstum wird in diesem Jahr voraussichtlich bei rund 1,5% und im Jahr 2020 bei etwas über 2% liegen. Das Wachstum der Anlageinvestitionen dürfte sich 2019 auf etwa 2,5% bis 2,5% erholen und sich dann im Jahr 2020 aufgrund höherer staatlicher Investitionen rasch beschleunigen. Das Wachstum des russischen Exportvolumens, das in den letzten Jahren kräftig war, dürfte sich in den nächsten Jahren auf rund 2% verlangsamen. Die Belebung der russischen Importe wird voraussichtlich jedes Jahr um einige Prozent ansteigen.“

Pictet Asset Management schreibt ebenfalls: „Darüber hinaus dürfte Russland aus unserer Sicht seine Teilnahme am OPEC + -Kartell fortsetzen, das im kommenden Jahr die Ölpreise stabilisieren wird. Der Erfolg der Steuerregel und der vorsichtigen Geldpolitik in der jüngsten Periode der hohen Ölpreise hat dem Rubel geholfen, sich vom Ölpreis abzukoppeln, indem er Währungsreserven aufbaute. Infolgedessen und wie die nachstehende Grafik zeigt, ist der Rubel seit Oktober 2018 nicht mehr mit dem Ölpreis gefallen.“ Quelle: Pictes Asset Management Januar 2019.

Auc h die OECD stellt eine Entkopplung des Rubel Kurs vom Ölpreis fest, wie aus der Grafik hervorgeht. Quelle: OECD Forecast Russia

Rubel- kurs und Ölpreis korrelieren seit 2018 nicht mehr. Es hat eine Entkopplung stattgefunden

Inflation

Bloomberg: Der Rubel Kurs beeinflusst die Inflation in Russland, oder? A. Andrianova schreibt dazu auf Bloomberg: „Russland hält den Zinssatz in der Warteschleife und analysiert den Einfluss der vergangenen Anstiegs auf die Inflation. Die russische Zentralbank hielt den Leitzins nach einer Anhebung im Dezember unverändert, da die Rubel-Rallye anstieg und die schwache Konsumnachfrage einen Inflationsanstieg abschwächte.

Die Bank wird über den Leitzins entscheiden, wobei berücksichtigt wird, ob die Zinserhöhungen im September und Dezember 2018 ausreichen, um die jährliche Inflation im Jahr 2020 wieder zum Ziel zu bringen, heißt es in der Erklärung. Die Risikobalance bleibt vor allem auf kurzfristige Horizonte hin zu pro-inflationären Risiken gerichtet.“

Das Analyse Zentrum der Russischen Regierung kommt am 13. Februar 2019 zu dem Schluss:

„Die Autoren des Bulletins geben an, dass sich die Verbraucherinflation im Jahr 2018 auf 4,3% erhöhte, nach 2,5% im Vorjahr. Die günstigen Preiskonditionen des Jahres 2017 konnten erwartungsgemäß nicht wiederholt werden. Die Lebensmittelinflation beschleunigte sich deutlich, auch der Anstieg der Preise für Non-Food-Produkte übertraf das Vorjahr. Die Beschleunigung der Verbraucherinflation im zweiten Halbjahr 2018 führte zu einem spürbaren Rückgang der Wachstumsrate der Reallöhne und damit des Einzelhandelsumsatzes.

Analysten zufolge könnten die Abschwächung des Rubels, die Erwartung eines Anstiegs der Mehrwertsteuer auf 20%, ein Anstieg der Verbrauchsteuern auf Kraftstoff sowie die Erschöpfung eines Überangebots auf dem Inlandsmarkt für landwirtschaftliche Erzeugnisse die Haupttreiber der Verbraucherinflation sein.

Experten stellen fest, dass die Bevölkerung zum ersten Mal in den letzten vier Jahren keinen Rückgang der Inflation mehr erwartet.

Die Autoren schreiben, dass sich die Inflation im Dienstleistungssektor das vierte Jahr in Folge verlangsamt hat. Dies ist auf das verlangsamte Preiswachstum für Personenverkehrs- und Kommunikationsdienste zurückzuführen. Gleichzeitig hat sich der Preisanstieg im Bereich des Fremdenverkehrs merklich beschleunigt.“

News

30.03.2019 Die Woche endet am 29.03.2019 mit einem deutlichen Kursgewinn für den Rubelauf 73,554. Tagesgewinn +0,92%.

Januar Rubel-Rallyes zu Beginn des Jahres 2019
Der russische Rubel erholte sich zu Beginn des neuen Jahres gegenüber dem US-Dollar, nachdem er Ende 2018 aufgrund niedriger Ölpreise stark nachgegeben hatte. Am 1. Februar beendete der Rubel den Tag bei 65,4 pro USD, ein Plus von 6,1% gegenüber dem gleichen Tag des letzten Monats. Trotz des diesjährigen Gewinns war der Rubel gegenüber dem USD noch um 17,0% niedriger als am gleichen Tag des letzten Jahres, nachdem er aufgrund von Sanktionsproblemen stark nachgelassen hatte.

Die Stärkung der Währung wurde durch einen robusten Leistungsbilanzüberschuss gestützt. Bedrückte Importe und solide Ölexporte führten dazu, dass der Leistungsbilanzüberschuss im vierten Quartal 2018 nahezu 40 Mrd. USD betrug. Dies ist das beste Ergebnis seit Q2 2012. Darüber hinaus trägt die vorsichtige Geldpolitik zur Stützung des Rubels bei. Quelle: focus-economics.com

OECD Outlook: “

Das Wachstum wird voraussichtlich robust bleiben, da der private Konsum von steigenden Löhnen, Haushaltskrediten und Beschäftigung profitieren wird, wobei letztere nach einer mutigen Rentenreform zu erwarten sind. Große Infrastrukturprojekte werden öffentliche und private Investitionen ankurbeln. Der Anstieg der MWST zu Beginn des Jahres 2019 wird das Wachstum vorübergehend beeinträchtigen, da die verfügbaren Einkommen zurückgehen. Das Exportwachstum wird nachlassen, da die Auslandsnachfrage nachlässt, während sich die Importe im Jahr 2020 erholen werden.

Ein schwächerer Rubel und die Mehrwertsteuererhöhung werden die Inflation vorübergehend über das Notenbankziel von 4% hinaus anheben. Auch die Arbeitslosigkeit wird steigen, da die Beschäftigungsnachfrage nach dem Ansteigen des Renteneintrittsalters nur teilweise mit dem höheren Arbeitskräfteangebot übereinstimmt. Als Reaktion auf steigende Inflationserwartungen sollte die Geldpolitik gestrafft werden.

Trotz eines starken Anstiegs der öffentlichen Ausgaben bleibt die Finanzpolitik angespannt, um die fiskalische Position aufzubauen, was den Reaktionsspielraum im Falle eines Schocks in der Zukunft erhöht. Gezielte öffentliche Ausgaben, insbesondere ein Anstieg der Mindestrenten, könnten die Auswirkungen einer höheren Mehrwertsteuer kompensieren. Zur Verbesserung des Geschäftsumfelds eingeleitete Strukturreformen würden das längerfristige Wachstum ankurbeln. Durch die Unterstützung des privaten Konsums könnte das Wachstum steigen. Denn nach mehreren Jahren allmählichen Rückgangs nehmen die real verfügbaren Einkommen wieder zu, was zu steigendem Konsum- und Hypothekenkredit führen dürfte. Höhere Ölpreise treiben die Exporterlöse, während die wachsende Unsicherheit über zukünftige Sanktionen und die höheren Finanzierungskosten für die Schwellenländer das Investitionswachstum und den Import von Investitionsgütern mindern. Der Rubel wertet im April und August 2018 aufgrund der Erwartungen über mögliche neue Sanktionen ab, und das Kapital wurde in aufstrebenden Märkten ins Ausland verschoben. Die RUB-Abwertung treibt die Inflation in die Höhe, bleibt jedoch unter dem Ziel von 4%. Die Arbeitslosenquote bleibt mit unter 5% niedrig. Die Politik bleibt angespannt, und Strukturreformen werden das Wirtschaftspotenzial erhöhen. Die Zentralbank reagierte rasch auf den Inflationsdruck, indem sie am 14.12.2018 den Leitzins auf 7,75% von zuvor 7,50% anhob.“ Quelle: OECD