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RFID Systeme und Datenschutz
Begriff - Definition - Erklärung - Information
Wie ist es um den Datenschutz bei RFID Systemen bestellt?
Die RFID-Technologie wird kritisiert, weil sie Informationen verarbeitet, die das informationelle Selbstbestimmungsrecht berühren. Datenschutzrechtliche bedenken treten weniger beim industrie-internen Einsatz auf, als vielmehr bei Anwendungen im Endkundenbereich. So weiß der Käufer einer mit einem Transponder versehenen Ware selten von der Existenz des Transponders. Selbst wenn der Käufer sich der Existenz des Transponders bewusst ist, weiß er nicht, welche Informationen auf ihm gespeichert sind, und wann und von wem die Informationen gelesen werden. Das Problem des Datenschutzes bei der RFID-Technik wird also durch die Unauffälligkeit der Transponder und der Lesevorgänge mitverursacht, da hierdurch die Kontrolle über die Daten, die weitergegeben werden, verloren geht. Hinzu kommt, dass auf den Mikrochips weitaus mehr Informationen gespeichert werden können, als beispielsweise mit den optisch auslesbaren Barcodes. Es ist beispielsweise denkbar, dass eine Ware, die mit einer Kreditkarte oder einer Kundenkarte bezahlt wird, dem Käufer zugeordnet wird und so Rückschlüsse auf sein Kaufverhalten gezogen werden. Die Daten der Transponder werden nicht nur an der Kasse erfasst, sondern können theoretisch von jedem, der über ein Lesegerät verfügt, ausgelesen werden. Dadurch würde der „gläserne Kunde“ Wirklichkeit werden.
Um für dieses Problem Abhilfe zu schaffen, wird daran gedacht, die Sendeleistung der Transponder einzuschränken, um unbemerktes Auslesen zu erschweren. Auch könnten die auf dem Transponder gespeicherten Daten beim Verlassen des Supermarktes oder des Kaufhauses durch entsprechende Geräte gelöscht werden. Ein mögliches Szenario ist weiterhin, dass Mitarbeiter einer Firma über Transponder in ihren Firmen-Ausweisen kontrolliert werden, etwa um festzustellen, wie lange sich die Mitarbeiter am Arbeitsplatz, in der Kantine oder an anderen Orten aufhalten.
Der Einsatz der RFID-Technik muss sich nach den gesetzlichen Vorgaben im Datenschutz richten. Diese besagen nach einer europäischen Datenschutzrichtlinie, dass sich Datenverarbeitungssysteme am Ziel auszurichten haben, keine oder so wenig personenbezogene Daten wie möglich zu erheben. Zudem dürfen personenbezogene Daten nur mit Zustimmung der betroffenen Personen gesammelt werden. Eine strikte Einhaltung und enge Auslegung der gesetzlichen Richtlinien wird auch bei Kritikern zu einer höheren Akzeptanz der RFID-Technologie führen.
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