Minijob – suchen, finden, anmelden ein Ratgeber

Sie suchen Informationen zum Thema Stellenangebote – Nebenjob – Minijob – 400 Euro Job?

Minijob finden und anmelden, ein RatgeberDie Definition des Begriffs Minijob lautet: ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis für den der Arbeitnehmer maximal 400 Euro pro Monat von dem Arbeitgeber an Entgelt bekommt. Für den Arbeitnehmer ist das Entgelt steuerfrei und sozialversicherungsfrei. Deswegen nennt man den Minijob auch 400 Euro Job. Im folgenden Ratgeber haben wir die grundlegenden Zusammenhänge zusammengefasst.

Die Vorteile für den Arbeitnehmer: unkompliziert in der Abwicklung, keine Schwarzarbeit da regulär angemeldet. Keine Abgaben.

Pauschalabgaben 2019: Die Abgaben & Steuern

Der Arbeitgeber muss einen Minijob bei der Minijob Zentrale anmelden. Die Anmeldung kann über das SV.net Portal online erfolgen, sowie alle weiteren Schritte wie Dauerfristverlängerung, Abmeldungen etc. Die Abgaben für die Stelle als Minijob trägt der Arbeitnehmer. Er zahlt für dafür an die Minijob Zentrale pauschalen 30% auf das Arbeitsentgelt. Die 30% setzen sich aus 15% Rentenversicherung, 13% Krankenversicherung und von 2% Pauschalsteuer zusammen. Der Minijobber selbst zahlt keine Steuern.

Abgaben für gewerbliche 450-Euro-Minijobs

400 Euro Minijob im Detail

Bei Minijobs handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung. Diese sind beinahe in jeder Branche zu finden, ob nun als Putzkraft, Servicekraft in der Gastronomie oder auch im privaten Job Bereich. Die Vorteile des Minijobs liegen darin, dass sich neben dem Haupteinkommen etwas dazu verdient werden kann (Nebenverdienst). Eine geringfügige Beschäftigung kann ebenfalls ein Einstieg in ein normales Arbeitsverhältnis sein. Der Minijob bietet die Möglichkeit potentielle Arbeitgeber von sich zu überzeugen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Verdienstobergrenze beim Minijob liegt bei 400 Euro pro Monat. Bis zu diesem Betrag ist der Verdienst abgabenfrei, das heißt der Arbeitnehmer muss keine Sozialabgaben begleichen und bekommt sein Einkommen brutto wie netto.

Der Arbeitnehmer

Der Arbeitgeber hingegen ist verpflichtet den Minijob ordnungsgemäß bei der Minijob-Zentrale zu melden und den Arbeitnehmer über Leistungen an die Sozialversicherung zu versichern. Erhält der Arbeitnehmer mehr als 400 Euro pro Monat, müssen Sozialversicherungszahlungen geleistet werden. Dies geschieht allerdings nicht sofort in voller Höhe. Zwischen 400 und 800 Euro steigern sich die Beitragssätze mit dem Verdienst, sodass der Arbeitnehmer bei einer geringen Überschreitung sofort mit dem vollen Steuer- und Beitragssatz belastet wird. Man spricht hier von der Gleitzone. Ebenso gilt, dass die Bezüge von mehreren Minijobs zusammengerechnet werden. Hierbei ist es nicht relevant welche Anzahl von Minijobs gleichzeitig ausgeübt wird. Übersteigt diese Verdienstsumme dann die Grenze von 400 Euro müssen Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber Sozialbeiträge leisten. Grundsätzlich gilt, dass der Minijob gemeldet werden muss. Dies gilt für Menschen mit Vollzeitbeschäftigung ebenso wie für arbeitslose Menschen. Hier finden Sie Informationen zu den Midijobs.

Besonderheiten bei Praktikanten, Rentner, Studenten oder Auszubildende

Besonderheiten gibt es für Praktikanten, Rentner, Studenten oder Auszubildende. Diese sollten sich im Vorfeld bei der Minijob-Zentrale informieren. Der Minijob muss vom Arbeitgeber auch genehmigt werden. Meist verläuft die Aufnahme des Nebenjobs allerdings ohne Probleme. Es ist allerdings darauf zu achten, ob ein Arbeitgeber der Vollbeschäftigung besondere Ansprüche stellt. So kann dieser zum Beispiel festlegen, dass der Minijob eine bestimmte Stundenzahl pro Woche nicht überschreiten darf. Darüber hinaus hat man auch bei einem Minijob einen Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlungen bei Krankheit und Weihnachtsgeld, wobei es sich hier um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers handelt. Für Studenten gelten als Werkstudent besondere Regeln.

Viele Stellenangebote im Gesundheitswesen vom Minijobs bis hin zur Vollzeitstellen werden durch die demografische Entwicklung in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten entstehen.

Verweise

Minijobzentrale